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Erstaunlicherweise
finden sich weder in Planungen des Warschauer Paktes noch in den der
NATO Hinweise auf einen "Ersteinsatz" von Biologischen Waffen, ja diese
tauchen eigentlich nicht einmal auf. Scheinbar war (und hoffentlich ist)
der Respekt vor diesen wahrlich unmenschlichen Waffensystemen zu groß,
auf beiden Seiten.
Der Einsatz chemischer Munition wird auf beiden Seiten nur zu
Vergeltungszwecken angedacht, wo hingegen die Nutzung nuklearer Munition
scheinbar als völlig normal angesehen wurde.
Die relative "Leichtfertigkeit" mit der dieses Thema
behandelt wird, hängt sicher nicht zuletzt damit zusammen dass in den
80ern zunehmend "kleine" taktische, nukleare Gefechtsfeldwaffen
entwickelt wurden, die keine Ähnlichkeit mit den erschreckenden
Auswirkungen einer Hiroshima Bombe hatten. Ein "Davy
Crockett" Sprengkopf etwa hatte Auswirkungen nur in einem eng
begrenzten Rahmen von wenigen Hundert Metern.
Das einzige (vermutliche) Chemiewaffendepot für
Granaten befand sich in der Nähe von
Großenlüder. Es ist von einem weiteren bei Sickels innerhalb der
damaligen Friedensbewegung die Rede gewesen; da hier die Recherchen aber
noch nicht abgeschlossen sind belassen wir es bei dem einen.
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